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Wichtiger Sieg gegen den Vfl Waiblingen

Red Sparrows - VfL Waiblingen 25:24 (12:12)


Die Red Sparrows feiern einen sensationellen Sieg gegen das bis dato unbesiegte Waiblingen.

In einem spannenden, intensiven Spiel, das am Ende keinen Zuschauer mehr auf seinem Platz halten konnte, gewinnt Freiburg mit 25:24, holt damit den zweiten Heimsieg im dritten Heimspiel und das auch noch hochverdient!


Das Spiel am vergangenen Samstag in der Gerhard-Graf-Halle begann allerdings alles andere als optimal: Nachdem Nadine Czok nach 71 Sekunden es versäumt hatte die Red Sparrows durch einen Freiwurf in Führung zu bringen, gingen die Waiblinger mit 2:0 voran. Die Red Sparrows ließen sich dadurch jedoch nicht beirren. Gegen ein hoch favorisiertes Team schon früh in Rückstand zu geraten, kann einer Mannschaft schon früh den Siegeswillen rauben. Doch die Freiburger bewiesen Moral und schlugen direkt zurück: Innerhalb von 2 Minuten drehten sie das Spiel und gingen so durch einen Treffer von Carolin Spinner in der 6. Spielminute mit 3:2 in Führung. Den Freiburgern gelang es schon früh die variable Offensive der Tigers aus Waiblingen zu stoppen. Die eine starke Saison spielende Nummer 5 der Tigers, Ann Kynast aus dem rechten Rückraum, wurde bis hierhin weitestgehend aus dem Spiel genommen und so gelang es den Freiburgerinnen, mit 7:5 in Führung zu gehen und das, obwohl man zuvor schon zwei Zeitstrafen erdulden musste (Angelika Makelko 10’ , Marie Lipps 13’). Die Führung sollte aber nicht lange halten: Innerhalb von 40 Sekunden nutzten die Tigers die Überzahl eiskalt aus und glichen mit den Treffern von Tanja Padutsch und Altina Berisha blitzschnell aus. Das Spiel wurde jetzt intensiver, schneller und unberechenbarer. Keine der zwei Mannschaften konnte sich absetzten, es ging hin und her. Ein Führungswechsel jagte den Anderen. Nach 30 Minuten beendete die Sirene die erste Hälfte mit dem Stand von 12:12.


In diesem Spiel war alles möglich. Das wussten die Fans, die Red Sparrows wussten es schon längst, aber nun wusste es auch Waiblingen. Das Spiel sollte für die Tigers eigentlich ein Pflichtsieg, auf dem Weg zum Aufstieg werden. Aber dass die Freiburgerinnen wirklich Chancen haben, dieses Spiel zu gewinnen, scheint ihnen erst jetzt klar zu werden. Dementsprechend ändert sich der Auftritt der Waiblingerinnen in der zweiten Halbzeit: Sie nahmen jetzt den Kampf an und nahmen dieses Spiel ernst, doch die Freiburger bewiesen den größeren Willen:

Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit begannen wie die letzten Zehn aufgehört hatten. Ein intensiver Kamp um jeden Punkt und kein Team schaffte es, sich abzusetzen. In der 40. Minute erzielte die Torhüterin der Red Sparrows, Lena Fischer, dann ihr erstes Tor in der 2. Liga und leitete damit den Sieg ein. Denn was nun folgte war, einfach gesagt, ein super Auftritt der Freiburger.


Freiburg gelang es nun zum ersten Mal im Spiel, längere Zeit eine Führung zu halten und zog in der 44. Minute und der 48.Minute auf drei Punkte von den Waiblingern weg. Die Tigers versuchten nun alles und ließen teilweise aufblitzen, warum sie oben in der Tabelle stehen. Ann Kynast kam jetzt immer besser in die Partie, machte das Spiel schnell und breit. Die beiden Außen setzten durch präzise Anspiele ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene, doch es reichte nicht.


„Wir wollen nicht die netten Freiburger sein. Wir sind gekommen, um Spiele zu gewinnen.“ sagte Trainer Ralf Wiggenhauser nach dem Spiel.


Diese Mentalität war in der Schlussphase des Spiels zu spüren. Die Freiburger gaben nicht auf und ließen auch nicht die Köpfe hängen, als Waiblingen in der 51. Minute wieder auf 20:19 verkürzte. Dennoch muss man sich fragen: Warum ließ man dieses Spiel nochmal so spannend werden? „Wir fanden nicht mehr die Lösungen, die wir uns gewünscht hatten.“, antwortete Ralf nach dem Spiel.


In der entscheidenden Phase des Spiels fanden die Red Sparrows dann aber wieder rechtzeitig die richtigen Lösungen. Als Caren Hammer, die Nummer 15 aus dem linken Rückraum von Waiblingen, in der 54. Minute eine 2 Minuten Strafe bekam, nutzte man diese um mit 2 Toren in Führung zu gehen. Anschließend konnte man durch die Treffer von Angelika Makelko und Alica Burgert in der 58. Minute sogar erneut auf 3 Treffer wegziehen. Aber an so einem Handballabend war die Spannung noch lange nicht raus. Die Waiblinger setzten nun alles auf eine Karte … und wurden belohnt. 27 Sekunden vor Schluss verwandelte Aaricia Smits einen 7-Meter und brachte die Tigers damit auf ein Tor zum neuen Spielstand von 25:24 ran. Doch es war zu spät. Freiburg bringt das Ergebnis über die Zeit und die Halle bricht in Jubel aus. Ein großartiger Handballabend geht zu Ende.


Ein großartiger Handballabend ging zu Ende:

Die Red Sparrows belohnen ihren Mut und sammeln wichtige Punkte. Bonuspunkte. Punkte gegen ein Team, das sportlich und finanziell eigentlich eine Nummer zu groß ist. Eigentlich. Freiburg hat wie schon gegen Rosengarten demonstriert, dass man mit Mut, Wille und Teamgeist in dieser Liga nicht nur Tourist ist und auch gegen die Großen bestehen kann.


Die Stimmen zum Spiel:

Nicolaj Andersson (Trainer VfL Waiblingen):

„Heute hat das bessere Team gewonnen. Gerade in den letzten 20 Minuten war Freiburg stärker. Sie haben die 2-Minuten Strafen gut genutzt, haben die Eins-gegen-Eins Duelle gut gelöst. Sie haben verdient gewonnen. Ich hasse es zu verlieren, diese Rückfahrt wird nicht einfach.“


Ralf Wiggenhauser (Trainer Red Sparrows):

„Es war ein schweres Spiel gegen einen super Gegner. Sie haben es uns mit der Manndeckung schwer gemacht. Wir fanden nicht mehr die Lösungen, die wir uns gewünscht hatten. Zwei Minuten vor Schluss fehlte uns dann einfach die Cleverness und dadurch kam Waiblingen noch einmal auf ein Tor ran. Wir wollen nicht die netten Freiburger sein. Wir sind gekommen, um Spiele zu gewinnen.“


Jessica Peter (Spielerin Red Sparrows)

„Das fühlt natürlich sehr gut an. Das Publikum war großartig. Der ganze Kessel steht hinter einem und man muss einfach nur noch das Ding reinmachen. Vielen, vielen Dank!“


Red Sparrows HSG Freiburg:

Lena Fischer (1), Debora D’Arca, Christiane Baum (3), Angelika Makelko (5), Denise Schwaiger (1), Rebecca Dürr, Carolin Spinner (3/1), Alica Burgert (3), Nadine Czok (6/3), Leonie Hartel, Simone Falk, Maja Zeides (3), Jessica Peter, Marie Lipps


Vfl Waiblingen:

Mandy Hoogenboom, Laura Pavic, Ann Kynast (6/3), Kyra Teixeira da Silva, Julia Schraml, Sinah Hagen (1), Caren Hammer (1), Aaricia Smits (3), Tanja Padutsch (3), Altina Berisha (2), Lisa Kristmann, Simona Nikolovska (2), Alina Ridder (1), Vivien Jäger (5)


Zuschauerzahl: 265

Schiedsrichter: Sophia Janz, Rosanna Sug



Bericht: Vincent Edte

Fotos: Sophie Stark

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