Red Sparrows unterliegen in packender Partie

HSG Freiburg - TVB Wuppertal 26:28 (16:16)


In einer spannenden Begegnung gegen den TVB Wuppertal verlieren die Red Sparrows aus Freiburg das letzte Spiel des Jahres und überwintern somit auf dem 13. Tabellenplatz. 


SEIT DIESER SAISON DIE EINLAUZEREMONIE DER RED SPARROWS (FOTO: SLOBODAN SCHWAIGER)

Es sollte der krönende Abschluss eines unvergesslichen Handballjahres werden und auch schon vor dem Anpfiff gab es die erste gute Nachricht. Nadine Czok, eine der gefährlichsten Offensivspielerinnen der HSG, stand nach langer Verletzungspause endlich wieder im Kader und freute sich sehr darüber: „Es war toll, endlich mal wieder auf dem Feld zu stehen.“. Mit neun Treffern und 100% von der 7-Meter-Linie war sie die beste Werferin des Abends. Das Spiel versprach von Beginn an ein wahres Handballfest zu werden. Nach nur 34 Sekunden brachte Alica Burgert die Red Sparrows in Führung. Kurz danach fiel direkt der Ausgleich durch Silvia Szücs und im unmittelbaren Anschluss die erneute Führung durch Burgert. Doch die Führung sollte wieder nicht lange halten. Die eiskalte Offensive der Gäste aus NRW, angeführt von Szücs (8 Tore) und der starken Ramona Ruthenbeck (7 Tore), nutzte jeden Fehler der Red Sparrows eiskalt aus und brachte den TVB wieder in Front.


NADINE CZOK ERZIELT 5 TORE BEI IHRER RÜCKKEHR (FOTO: PATRICK SEEGER)

Nach 23 Minuten in der Partie stand es 11:14, doch von den stimmungsstarken Fans in der Gerhard-Graf-Halle getragen, konnten die Freiburgerinnen nochmal zurückkommen und durch einen 5:1 Run wieder mit 16:15 in Führung gehen, ehe man mit 16:16 in die Kabinen ging. Als die Mannschaften gerade in den Katakomben verschwanden, gab es noch eine Überraschung für Verein und Fans. Adensio, der Hauptsponsor der Red Sparrows, überraschte die Spielerin Angelika Makelko mit einem Scheck in Höhe von 6000€ für die Red Sparrows. Geld, das die Mannschaft gut gebrauchen kann.


ANGELIKA MAKELKO NAHM STELLVERTRETEND FÜR DIE GANZE MANNSCHAFT DAS GESCHENK VOM HAUPTSPONSOR ADENSION AN (FOTO: RED SPARROWS FACEBOOK)

Der zweite Durchgang war geprägt von einem spannenden und ausgeglichenen Spiel und aus Freiburger Sicht leider zu vielen Fehlern, wie Trainer Ralf Wiggenhauser im anschließenden Match-Talk kritisierte: „Wir haben uns schwer getan. Es waren einfach zu viele technische Fehler von uns und wir haben zu oft den Ball verworfen.“. Gerade bei Würfen von Außen taten sich die Red Sparrows schwer und scheiterten wieder und wieder an der starken Torhüterin der Beyeröhder Handballgirls, Dana Centini.


Nach etwa 40 Minuten verloren die Freiburgerinnen dann langsam den Anschluss und die Wuppertalerinnen konnten sich mit 21:19 ein bisschen absetzten. Die vielen unnötigen Ballverluste nutzend, zappelte ein Tempogegenstoß nach dem anderen im Netz von Lena Fischer. Doch die Red Sparrows gaben nicht auf, kämpften sich wieder in die Partie und machten dadurch das Spiel wieder eng.


Ähnlich wie in Halbzeit Eins kamen die Freiburgerinnen beim Spielstand von 22:25 nach einem 3 Tore-Rückstand wieder zurück und brachten sich durch einen 4:1 Run auf nur ein Tor ran. Die Halle kochte und Trainerin des TVB Dagmara Kowalska sah sich gezwungen in der 56. Minute ein Timeout zu nehmen: „Am Ende war es ein sehr spannendes Spiel, voller Action und Emotionen.“


Doch das 26:27 von Alica Burgert sollte das letzte Tor des Abends für die Red Sparrows gewesen sein. In den letzten vier Spielminuten gelang es ihnen trotz durchaus vorhandener Chancen nicht mehr, das Spiel auszugleichen. Das 26:28 durch Luisa Knippert setzte den Schlusspunkt einer intensiven und spannenden Partie.


Für Wiggenhauser geht dieses Ergebnis in Ordnung und er erklärte: „Es waren einfach zu viele Fehler von uns. Worüber ich mich aber besonders ärgere, ist die Abwehr heute. Wir haben ständig das Eins-gegen-Eins verloren und zu viele Tore zugelassen.“


Die Einlaufzeremonie der Red Sparrows seit dieser Saison (Foto: Patrick Seeger)

Damit überwintern die Red Sparrows mit der vierten Niederlage in Folge auf dem 13. Tabellenplatz, aber somit auf keinem Abstiegsplatz. Im neuen Jahr sollen dann endlich wieder Punkte folgen. Vor allem im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am 11.1.2020, bei dem knapp 1000 Zuschauer in der Wentzinger Sporthalle erwartet werden, will man wieder gewinnen. Doch nun heißt es erstmal, die Niederlage zu verarbeiten, Kräfte zu sammeln und dann mit vollbesetztem Kader und neuer Energie ins Jahr 2020 starten. 

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©Red Sparrows HSG Freiburg e.V.

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