Red Sparrows feiern verdienten Heimsieg

Red Sparrows - TuS Lintfort 28:27 (12:11)


Im „bislang wichtigsten Spiel“, wie Trainer Ralf Wiggenhauser vor der Partie gesagt hatte, bewiesen die Red Sparrows einmal mehr Nervenstärke und sicherten sich dank des 28:27-Erfolgs einen Platz im Tabellenmittelfeld. In einem spannenden Spiel konnten die Freiburgerinnen vor allem durch einen überzeugenden zweiten Durchgang die Punkte in der Heimat halten.


Verwandelte wichtige Siebenmeter: Simone Falk. Foto: Patrick Seeger

Den ersten Rückschlag des Spiels erhielten die Sparrows allerdings schon zu Beginn der Woche: Mit Nadine Czok und Angelika Makelko fielen zwei der Schlüsselspielerinnen der letzten Partien verletzungsbedingt aus. Ihre Ausfälle zu kompensieren stellte das Team vor eine große Herausforderung: „Der Vorteil war, dass wir es schon am Montag wussten. Wir konnten uns somit die ganze Woche darauf vorbereiten.“, sagte Trainer Ralf Wiggenhauser im anschließenden Match-Talk. Mit einer geschlossenen und souveränen Mannschaftsleistung wurden die Lücken geschlossen: „Wir haben als Team zusammengespielt. Jeder kämpft für Jeden. Wenn eine nicht mehr kann, kommt die nächste auf die Platte.“, beschrieb Linksaußen Simone Falk, die für Czok erfolgreich die Verantwortung von der Siebenmeterlinie übernahm, im Anschluss an das Spiel.


Schon gleich zu Beginn schienen die Gäste die Oberhand zu gewinnen. Die zwei Topscorerinnen aus Lintfort, Loes Vandewal und Mie Norup Isaksen, brachten die Damen vom Rande des Ruhrgebiets schnell mit 2:0 in Führung. Doch innerhalb von nur 17 Sekunden glichen die Sparrows zwei Minuten später durch die Treffer von Marie Lipps und Christiane Baum wieder aus. Es folgte eine spannende und ausgeglichene erste Halbzeit, in der kein Team das Spiel in seine Richtung lenken konnte. Die gefährlichste Spielerin der Lintforter Mannschaft, Loes Vandewal, war weitestgehend aus dem Spiel genommen und so ging es mit einer knappen Freiburger Führung (12:11) in die Kabine. 


Findet langsam zu alter Stärke zurück: Die 6-fache Torschützin Christiane Baum. Foto: Patrick Seeger

Die Red Sparrows kamen offensiv durch das Kollektiv, aus dem Alica Burgert (RL) und Christiane Baum (RR) mit jeweils sechs Treffern noch etwas hervorstachen und die nötige Verantwortung übernahmen. Dazu präsentierten sich auch Carolin Spinner (KM) und Marie Lipps (RA) mit je vier Toren treffsicher. So kam es, dass die Red Sparrows in der zweiten Halbzeit das Spiel an sich reißen konnten. „Wir haben heute zu tomatig gespielt. Wir waren zu langsam und zu statisch“, analysierte die Trainerin der TuS Lintfort Bettina Grenz-Klein im Nachhinein. Die Freiburgerinnen waren im zweiten Durchgang einfach einen Tick schneller, konzentrierter und stärker. Offensiv wuchs die geschwächte Mannschaft über sich hinaus: „Wie wir da gespielt haben war großartig, besonders die Anspiele auf die Kreisläuferinnen“, lobte Wiggenhauser.


In der 44. Minute war man dann sogar auf fünf Treffern weggezogen (20:15), doch die Lintforterinnen konnten immer wieder schnell zurückschlagen und so verging fast kein Treffer der Freiburgerinnen, ohne dass die Gäste im direkten Gegenzug ebenfalls erfolgreich waren. „Lintfort hat das super gemacht“, urteilte Wiggenhauser über die schnellen Antworten der TuS. So blieb das Spiel dann doch noch eng und dank eines starken 5:1-Runs am Ende des Spiels sowie einer immer stärker werdenden Loes Vandewal kamen die Lintforterinnen nochmals gefährlich nahe auf ein Tor heran. „Das Tempo, das wir zum Schluss hatten, hätte gereicht. Doch es kam zu spät. Wenn du dann schon 28 Tore kassiert hast, ist das einfach zu viel“, beschrieb Bettina Grenz-Klein die Schlussphase des Spiels.

Der viel umjubelte 28:27-Erfolg war bereits der dritte Heimsieg im vierten Heimspiel. Eine starke Bilanz für den Aufsteiger aus dem Breisgau, der eine beeindruckende Reaktion nach dem schwachen Auftritt in Nürtingen vor einer Woche zeigte. „Ich kenne dieses Team. Immer wenn wir mal ein schlechtes Spiel gemacht haben, kamen wir umso stärker zurück“, freute sich Wiggenhauser über die Leistung seiner Spatzen und überließ der nervenstarken Simone Falk den Ausblick auf die nächste Partie: „Wir freuen uns auf das Spiel in Leipzig. Uns erwartet eine schöne Zugfahrt, eine volle Halle mit mordsmäßiger Stimmung und wahrscheinlich wieder ein enges Spiel, mit dem direkten Duell zweier Aufsteiger. Wir hoffen, dass wir die 2 Punkte behalten können.“


Jubel über den dritten Heimsieg: Die Freiburger Bank. Foto: Patrick Seeger

Red Sparrows HSG Freiburg:

Lena Fischer, Debora D’Arca; Kathrin Schilling, Christiane Baum (6), Denise Schwaiger (1), Johanna Chaumet, Rebecca Dürr (2), Carolin Spinner (4), Alica Burgert (6), Leonie Hartl, Simone Falk (5/4), Maja Zeides, Jessica Peter, Marie Lipps (4)


TuS Lintfort:

Laura Graef, Sabrina Romeike; Eva Legermann (2), Leonie Lambertz (1), Lisan van Hulten, Naina Klein (4), Anika Henschel (4), Mie Norup Isaksen (4/2), Becky van Nijf (1), Katharina Ueffing, Jana Willing (3), Katrin Kaiser, Lisa Kunert (3), Loes Vandewal (5/1)


Zuschauerzahl: 350

Schiedsrichter: Jan Lier, Manuel Lier


Bericht: Vincent Edte

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©Red Sparrows HSG Freiburg e.V.

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