Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht SG 09 Kirchhof – Red Sparrows HSG Freiburg 28:25 (15:13)

Aktualisiert: 11. Sept 2019

Im ersten Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte unterlagen die Red Sparrows HSG Freiburg bei der SG Kirchhof mit 25:28 (13:15). Vor stimmungsvoller Kulisse zeigten die jungen Handballerinnen dabei eine starke Leistung, die auch der Gegner zu würdigen wusste. Ohne Punkte, aber mit einem guten Gefühl, trat das Team die sechsstündige Rückreise an und freut sich bereits jetzt auf das Premierenspiel in der heimischen Gerhard-Graf-Halle am kommenden Samstag, 14.09. um 20:00 Uhr.


Das erste Tor der Red Sparrows HSG Freiburg in Liga 2 erzielte Rebecca Dürr nach 1:48 Minuten. Es war der 1:1-Ausgleich und Auftakt einer starken Anfangsviertelstunde. Ohne Angst vor großen Namen spielten die Red Sparrows frech auf und dominierten zu Beginn sogar das Geschehen auf dem Feld. Lena Fischer kaufte Kirchhofs Top-Torjägerin Diana Sabljak, letzte Saison mit weit über 200 Treffern Torschützenkönigin im Unterhaus, gleich einen Siebenmeter ab, Nadine Czok und Alica Burgert brachten die Gäste mit 1:3 in Front. Beim Stand von 4:6 hätte man sogar mit drei Treffern in Führung gehen können, doch Christiane Baum scheiterte per Gegenstoß und im Gegenzug bekamen die Freiburgerinnen leidvoll zu spüren, dass sie sich in der 2. Bundesliga nicht allzu viele Fehler erlauben dürfen: Kirchhofs überragende Spielerin Sina Ritter, mit 11/4 Toren und etlichen Vorlagen Matchwinnerin für das hoch favorisierte Team aus Hessen, nutzte die Unaufmerksamkeiten in der Sparrows-Abwehr zum Anschluss und war auch in der Folgezeit nicht zu stoppen.


Die Gastgeberinnen übernahmen die Führung und lagen beim 9:7 erstmals mit zwei Treffern vorn. Der Außenseiter ließ sich davon aber nicht beirren und steckte auch den Schockmoment weg, als die gut aufgelegte Lena Fischer mit blutender Nase auf Grund eines Kopftreffers zur Behandlung in die Kabine musste. Ihre Vorderleute leisteten weiterhin großen Widerstand und hatten kurz vor der Pause die Gelegenheit in doppelter Überzahl aufzuschließen. Doch statt den 2-Tore-Rückstand zu verkürzen, agierten die Red Sparrows in dieser Phase zu fahrig, kassierten ihrerseits eine Zeitstrafe und lagen plötzlich mit 15:12 zurück. Mit der Sirene konnte Neu-Kapitänin Carolin Spinner zumindest noch den 15:13-Anschlusstreffer erzielen, der für die zweite Halbzeit alles offen hielt.

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Red Sparrows, die besser ins Spiel fanden. Beim 15:15 durch die starke Angelika Makelko, die jeden ihrer fünf Würfe im gegnerischen Tor unterbrachte, war der Ausgleich wiederhergestellt und hatte auch nach gut 40 Minuten noch Bestand (18:18). Kirchhof reagierte mit einer Auszeit und zog anschließend mit einem 4:0-Lauf auf 22:18 davon. Freiburg verzettelte sich zu sehr in Einzelaktionen und hatte zu viele Ballverluste zu verzeichen, die die cleveren Gastgeberinnen eiskalt ausnutzten.


Dementsprechend hatte jetzt Freiburgs Trainer Ralf Wiggenhauser Gesprächsbedarf und versuchte durch eine Umstellung im Angriff auf 7 gegen 6 die Partie noch einmal zu kippen. Und die Maßnahme erzielte die gewünschte Wirkung: Beim 24:23 (54. Min) waren die nie aufsteckenden Sparrows wieder dran. In der Schlussphase wurden den Freiburgerinnen aber ein paar Fehler zu viel zum Verhängnis, am Ende unterlag das Team mit 28:25.


Trotz der Niederlage konnten die Red Sparrows viel Positives aus ihrem ersten Auftritt in der 2. Bundesliga mitnehmen. «Die kämpferische Einstellung war top und auch spielerisch haben die Mädels gute Ansätze gezeigt. Allerdings wurde auch allen deutlich vor Augen geführt, dass Fehler in der höheren Liga gnadenlos bestraft werden. Wir werden schnell lernen müssen», konstatierte Trainer Ralf Wiggenhauser im Anschluss an die Begegnung und richtete den Blick damit schon auf die Heimpremiere am kommenden Samstag.


Am 14.09. um 20:00 Uhr kommt es in der Gerhard-Graf-Halle zum Duell mit Mitaufsteiger HSV Solingen-Gräfrath, auf das sich die Red Sparrows bereits jetzt unheimlich freuen. Wenn das überhaupt möglich war, ist die Lust auf Liga 2 nach der ersten vielversprechenden Partie sogar noch gestiegen!


Die Red Sparrows HSG Freiburg hoffen auf eine volle Halle! Wer sich noch eine Dauerkarte für die Saison sichern möchte, kann diese gern unter ticket@hsg-freiburg.de bestellen.


SG 09 Kirchhof – Red Sparrows HSG Freiburg

Red Sparrows: Lena Fischer, Debora D’Arca; Kathrin Schilling, Christiane Baum (2), Angelika Makelko (5), Denise Schwaiger, Rebecca Dürr (3), Carolin Spinner (2), Alica Burgert (4), Nadine Czok (7/4), Leonie Hartl (1), Simone Falk, Maja Zeides, Marie Lipps (1).


Top Torschützinnen Kirchhof: Sina Ritter (11/4), Jana Schaffrick (6), Diana Sabljak (6/2).


Spielverlauf: 1:0, 1:3, 4:6, 6:7, 9:7, 11:10, 15:12, 15:13 (HZ), 15:15, 18:18, 22:18, 24:23, 26:23, 28:25.


Zuschauer: 556


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