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Die etwas andere Auswärtsfahrt nach Harrislee

TSV Nord Harrislee – Red Sparrows HSG Freiburg 28:19 (17:10)


Es war noch dunkel draußen, als sich die Red Sparrows samt Tainerstab am Samstagmorgen um 5.30 Uhr am Bahnhof getroffen haben, um die weiteste Auswärtsfahrt der zweiten Liga zu bestreiten. Einmal durch ganz Deutschland bitte, lautete der Arbeitsweg vergangenes Wochenende. Die ersten Stunden der Zugfahrt in den hohen Norden gestalteten sich für die sonst so gesprächsfreudige Truppe sehr ruhig. Erst nachdem so langsam die fehlenden Stunden

Schlaf nachgeholt waren, kam Leben in den Zugwaggon. Es wurde gegessen, gespielt, gequatscht, um die Fahrtzeit von insgesamt 9 Stunden zu überbrücken. Nach einem Umstieg in Hamburg ging es für die letzten 1 ½ Stunden mit dem Regio nach Flensburg, und von dort mit dem Taxi zur Halle der Nordfrauen des TSV Nord Harrislee. „Passiert das hier gerade wirklich“ war die Aussage von Trainer Ralf Wiggenhauser, als die Mannschaft am Bahnhof in Flensburg ausstieg. Die zweite Liga ist und bleibt eben ein Abenteuer für die komplette Mannschaft...


Im Anschluss an die lange Fahrt wurde sich bei einem Spaziergang die Beine vertreten und das Team machte sich mit der Halle vertraut. Im Spiel gegen die Nordfrauen war für die Red Sparrows nach 60 Minuten Kampf aufgrund zu vieler Fehler im Angriff und in der Abwehr leider nichts zu holen, dennoch war die Stimmung gut und man verbrachte den Abend gemeinsam in der Gaststätte in der Halle bei internationalem Fußball und gutem Essen. Die Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Einwohner des Nordens war dem Team von Beginn an aufgefallen, so auch der besonders nette Shuttledienst der Vereinsgaststätte, die die Mannschaft im Anschluss mit Privat- und Lieferautos wieder nach Flensburg zur Unterkunft fuhren.


Es fühlte sich an wie auf einer Klassenfahrt, als die 5er- und 3er-Zimmer des Hostels verteilt wurden, jeder seine Zähne auf dem Gang putzte und die Planung für den kommenden Morgen durchgegeben wurde. Der lange Tag machte sich bei allen bemerkbar und so wurde es bald ruhig in den Schlafkajüten der Red Sparrows am Samstagabend. Aufgrund altersbeschränkter unterschiedlicher Zugtickets musste der ältere Teil der Mannschaft schon am Sonntagmorgen die Heimreise nach Freiburg antreten, wohingegen die Jungen das Auswärtsspiel nutzten, um die Stadt Flensburg noch etwas besser kennenzulernen.


Nachdem also die Rückfahrer verabschiedet wurden, machten sich die Mädels auf zu einem ausgiebigen Frühstück in Flensburg. Im Anschluss spazierte man zum Hafen und ließ sich dort die Sonne ins Gesicht scheinen. Da jede den vergangenen Tag noch in den Knochen hatte, schlenderte man an der Promenade entlang, trank das ein oder andere Getränk und man genoss die Zeit bis zum eigentlichen Höhepunkt des Tages. Bei einem Besuch in Flensburg darf als Handballer selbstverständlich ein Besuch der SG Flensburg-Handewitt nicht fehlen. Die SG trat am Sonntagnachmittag zu Hause vor einer vollen Halle gegen den SC DHFK Leipzig an. Genau wie die Freiburger Mädels am Vortag mussten auch die Leipziger ihre Punkte im hohen Norden lassen und so ging es für den 9-köpfigen Trupp im Anschluss an das Spiel per Zug zurück nach Hamburg.


Die in Flensburg dazugestoßene Zoe Ludwig, die vor der Saison nach Buxtehude gewechselt war, zeigte den Mädels während des 3-stündigen Aufenthalts in Hamburg noch ein bisschen die Stadt. Sowohl der Hafen als auch die Reeperbahn (welche bei der ein oder anderen sicherlich einen leichten Kulturschock verursachte :-D) wurden natürlich besichtigt. Ein letztes gemeinsames Essen im Portugiesenviertel Hamburgs, bevor die Rückfahrt mit dem Zug angetreten wurde. Die, die am Morgen bereits los gefahren waren, waren zwischenzeitlich sicher in Freiburg angekommen, als es sich die Mädels auf dem Boden und über Sitze hinweg versuchten bequem zu machen für die nächsten 9 Stunden. Um 08.30 Uhr am Montagmorgen sind dann auch die letzten Spielerinnen der Red Sparrows wieder heil in Freiburg angekommen...


Ein Wochenende, das mit Sicherheit niemand so schnell vergessen wird. Jede der Spielerinnen wusste, dass ein Aufstieg in die zweite Liga eine Herausforderung werden würde, aber dass es solch ein Abenteuer werden würde, werden die Mädels wohl erst in den kommenden Wochen wirklich realisieren. Die Zeit rast und so kommen schon am Wochenende die Luchse aus Buchholz-Rosengarten zu uns. Doch aufgepasst, dieses Mal nicht in die Gerhard-Graf-Halle sondern Anpfiff ist um 20 Uhr in der Wentzingerhalle. Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen, lasst uns die Halle gemeinsam zum Beben bringen!!!



Eure Red Sparrows HSG Freiburg




Red Sparrows HSG Freiburg: Fischer, D’Arca; Baum (1), Makelko, Schwaiger (2), Dürr (1), Spinner (4/3), Burgert (1), Czok (6/2), Hartl (2), Falk (1), Peter (1), Lipps.


Beste Torschützinnen TSV Nord Harrislee: Janne Lotta Woch (8/2), Lotta Heider (4), Merle Carstensen (4).


Spielverlauf: 2:0, 4:5, 8:8 (17.), 15:8 (26.), 15:10, 17:10 (HZ), 23:12, (43.), 24:15, 28:19.

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